07.03.2022

Von Ungewiss zu Sieg

Die SG Rhein-Main gewinnt nach wackliger erster Halbzeit 18:15 gegen die SG Bayern.

Aufgrund von Krankheit und vielen Verletzungen im Kader, bestand lange die Gefahr auch das zweite Bundesligaspiel der Rückrunde absagen zu müssen. Doch mit der Devise "Wir wollen spielen!", machte sich die SG Rhein-Main am Samstagmorgen dann mit zwölf hochmotivierten Spielerinnen auf den Weg nach Würzburg. Mit dabei waren außerdem zahlreiche Supporter:innen, die am Rand tatkräftig unterstützten und somit auch das Spielgeschehen maßgeblich mitbestimmten. Um eine Reduzierung des Spiels auf 12er-Rugby zu vermeiden, griff die personalstarke SG Bayern der SG aus Rhein-Main tatkräftig unter die Arme, indem sie fünf Spielerinnen stellte. So fand zum Beispiel auch die ehemalige Eintrachtspielerin Ina, für eine Halbzeit zurück zur SG Rhein-Main. In jetzt gänzlich neuer Zusammenstellung fanden sich einige der Spielerinnen auf neuen Positionen wieder. So gab unter anderem Sophie Böhmer ihr Hintermannschafts-Debüt und Corinna Völker rutschte kurzzeitig von der Verbinderposition auf Gedrängehalb.

Die erste Halbzeit diente daher insbesondere dazu, sich zusammenzufinden und einzuspielen. Dementsprechend gab es einige Fehler in der Verteidigung, doch im Angriff zeigten sich schon erste gute Durchbrüche. Nach etwa 15 Minuten legte die SG Bayern den ersten Versuch, den sie nicht erhöhten, und holte sich damit die Führung. Die Damen aus Rhein-Main konnte nur wenige Minuten später durch einen Strafkick auf die Stangen durch Pia Richter auf 5:3 verkürzen.

Noch einmal neue Positionen

Zwischenzeitlich war Liv Ohlig, die arbeitsbedingt leider zu spät war, als Spielerin Nummer 13 angekommen. Sie wurde für Kimberley Slade (Kopfverletzung) eingewechselt, was die Positionen innerhalb der Spielgemeinschaft noch einmal ordentlich verschob, dieses Mal allerdings zurück zum Altbewährten. Liv Ohlig rutschte auf die Gedrängehalb-Position und Corinna Völker wieder auf ihre vertraute Verbinderposition, Pia Richter und Pauline Leloup rutschten auf 12 und 13 und für Sophie Böhmer ging es wieder in den Sturm. Insbesondere im Angriff zeigte sich durch die bewährte Aufstellung nun mehr Struktur und Effizienz. 

Auch wenn die SG Rhein-Main sich jetzt stetig verbesserte und die eingangs recht hohen Tackles niedriger und sicherer wurden, konnte die SG Bayern den Vorsprung zehn Minuten vor der Halbzeit auf 10:3 ausbauen. Die Halbzeitpause wurde aufgrund einer Verletzung auf Seiten der SG Bayern etwas früher eingeleitet. 

Aufholjagd in der zweiten Halbzeit

Auch nach der verlängerten Halbzeitpause zeigte sich die SG Bayern kämpferisch und nutze die Unaufmerksamkeit der SG Rhein-Main um den Spielstand auf 15:3 zu erhöhen. Die Damen aus Rhein-Main ließen sich jedoch nicht demotivieren. Kurze Zeit später konnte Debütantin Fabienne Stock nach einer schnellen Passreihe nach Außen durch einen Hechtsprung ins Malfeld, nicht nur ihren ersten Versuch legen, sondern auch den Spielstand auf 15:8 verkürzen. Die Spielgemeinschaft war jetzt „on fire“ und wollte mehr. Nur wenige Minuten später, nachdem der Sturm kurz vorm Malfeld die Bayerinnen gebunden hatte, konnte Pia Richter, erneut über ein schnelles Rausspielen auf die Reihe, einen Versuch legen. Nach misslungener Erhöhung stand es nun 15:13.

Mit einem plötzlich möglichen Sieg vor Augen wollte die SG jetzt mehr. Durch einen Strafkick zur Gasse bewegte sich das Spiel auch recht schnell wieder vor das Malfeld der Gegnerinnen, der ersehnte Versuch blieb ihnen jedoch vorerst verwehrt. Die Bayerinnen kämpften tapfer weiter. Sie konnten gleich zwei Mal einen Versuch durch Hochhalten verhindern und drängten die SG Rhein-Main immer wieder zurück. Zehn Minuten vor Schluss gelang Corinna Völker, dann endlich der Versuch. Der Stand jetzt: 18:15 zu Gunsten von Rhein-Main.

"Nur noch zehn Minuten"

Auch wenn nur noch zehn Minuten die SG Rhein-Main von ihrem hart erkämpften Sieg trennten, wurden diese zu einer wahren Kraftprobe. Nach dem Wiederankick drehte Bayern auf und fand sich schnell in der Hälfte der SG Rhein-Main wieder. Insbesondere der SG-Sturm hatte immer wieder in Gedrängen und Rucks, teilweise kurz vor der eigenen Mallinie, zu arbeiten. Doch die zahlreichen und kraftvollen Angriffe der SG Bayern konnten erfolgreich abgewehrt werden und gewonne Gedränge führten kurz vor Abfiff sogar noch zu Raumgewinn der Spielgemeinschaft. Das Spiel endete somit 18:15 für die SG Rhein-Main.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der SG Bayern für die Unterstützung durch Spielerinnen und wünschen der verletzen Spielerin eine baldige Genesung. 

SG Rhein-Main - SG Bayern 18:15 (3:10)

Für die SG Rhein-Main spielten: 1 Ivana Pernar - 2 Lisa Molzberger -  3 Kristina Lurz - 4 Ina (SG Bayern) -  5 Kimberly Slade - 6 Rafi (SG Bayern)  7 Leonie Vieth- 8 Rosa Aumiller - 9 Corinna Völker - 10 Pia Richter - 11 Fabienne Stock  - 12 Pauline Leloup - 13 Sophie Böhmer - 14 Charlotte Lauter - 15 Lin (SG Bayern) - 16 Liv Ohlig - 17 Katja (SG Bayern) - 18 Helene (SG Bayern)

  • #Rugby

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